5 Tipps für erfolgreiche Innovationsworkshops und Ideensuche

Herzlich willkommen.

Wir berichten heute aus Ratlingen, einer soeben ausgedachten Stadt zwischen Stuttgart und Heilbronn. Die innovativsten Köpfe der Firma TüTo GmbH, von der Branchenexperten behaupten, dass es sie nicht gibt, sind heute zum vierten Mal einer Einladung zum jährlichen, zweitägigen Innovationsworkshop gefolgt.

Ziel des Workshops ist, Ideen für verbesserte und neue Produkte entwickeln. Das Thema wird für die TüTo leider immer drängender. Denn ein asiatischer Konkurrent vermarktet seit einem Jahr Produkte, die den eigenen sehr ähnlich sind, allerdings um dreißig Prozent billiger. Und das spricht sich schon bei den Kunden herum.

Die Ideenworkshops der vorherigen drei Jahre haben leider nur magere Ergebnisse geliefert. Die gefundenen Ideen der drei Veranstaltungen genügten gerade einmal für insgesamt vier Innovationsprojekte. Die verliefen nach ein paar Monaten im Sande, weil Management und Projektteams sich nicht so richtig für sie begeistern konnten.

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Eine neue, innovative Art, kreative Ideen und Problemlösungen zu entwickeln. Kostengünstig, superflexibel und agil.

Perfekt geeignet z. B. für …

  • technische Innovationen und Problemlösungen
  • Produktentwicklung und Marketing
  • Simplification, auch vor der Digitalisierung von Prozessen
  • Geschäftsmodelle, Strategien, Smartes Pricing
  • Start-ups und Business Development
  • Ideen und Lösungen für Politik, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Verwaltung

Dieses Mal wollen Entwicklungsleiterin und Geschäftsführer es gemeinsam besser machen. Die zwei Monate vor dem Workshop haben sie dafür gut genutzt. Sie haben Geschäftspartner der Firma und Kontakte in sozialen Netzwerken angesprochen, um bessere Methoden und „Best Practices“ zu finden.

Aus ihren mehr als 20 Konversationen haben sie fünf Regeln und Tipps destilliert, die sie in diesem Jahr umsetzen werden.

1. Innovationsworkshops brauchen Leitplanken. Und zwar in Form klarer Herausforderungen.

Bislang lautete das Motto ihrer Innovationsworkshops etwa so:

„Wir suchen nach Ideen für neue, bessere Produkte.“

Damit waren sie den gängigen Kreativitäts- und Brainstormingregeln gefolgt:

  • Keine Einschränkungen setzen.
  • Wild und out-of-the-box denken.
  • Alles geht, es gibt keine schlechten Ideen.

Bei ihrer Recherche wurde ihnen klar, dass erfolgreiche Ideenfindung mentale Leitplanken braucht; wie eine Workshop-„Challenge“ aussehen muss, damit originelle, innovative Ideen entstehen. Das betrifft auch und vor allem Ideen für disruptive Innovationen.

Für diesen Workshop haben sie deshalb drei Challenges formuliert:

  • „Welches innovative Design und welche neuen Funktionen hat die nächste Generation unseres Patent-Kleiderbügels?“
  • „Wie reduzieren wir die Herstellkosten unserer Garderobenständer um mindestens 40%?“
  • „Wie verzehnfachen wir – mit geringem Aufwand – unsere Markenbekanntheit bei gewerblichen Nutzern?“
Tipp 1: Formuliere klare, begrenzte Challenges als Leitplanken für den Innovationsworkshop.

2. Smarte Diversität bei den Teilnehmer/innen

Bisher wurden zu den Workshops etwa 20 Teilnehmer aus Produktentwicklung, Produktmanagement und Marketing rekrutiert. In der mittelständischen TüTo sind das Menschen, die mindestens wöchentlich miteinander reden und sich teils schon seit Jahrzehnten kennen.

Im Verlauf ihrer Recherche wurde Entwicklungsleiterin und Geschäftsführer klar, dass Ideen-Workshops von einer gemischten Teilnehmerschaft profitieren. Sie haben sich deshalb auf die folgende Regel geeinigt:

  • 12 Teilnehmer kommen aus den üblichen Abteilungen.
  • 4 Teilnehmerinnen kommen aus anderen Abteilungen. Bedingung ist, dass sie ungewöhnliche, kreative Hobbies haben.
  • 4 Teilnehmer sind Entwickler aus Unternehmen in derselben Stadt aber aus ganz anderen Branchen.

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  • Ideen und Lösungen für Politik, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Verwaltung

Die Unternehmen der vier Externen haben der Entsendung schnell zugestimmt. Sie erhoffen sich Anregungen für das eigene Innovationsmanagement. Natürlich wurden mit den vier Leuten Geheimhaltungsvereinbarungen über die Inhalte und Ergebnisse des Workshops unterzeichnet. Und sie erhielten vorweg einen Design-Garderobenständer aus der eigenen Kollektion als Dankeschön.

Tipp 2: Mische die Teilnehmer/innen aus Experten und Outsidern mit verschiedenen Perspektiven auf das Thema.

3. Moderation und die besten Methoden für erfolgreiche Ideenfindung

Die drei vorherigen Workshops wurden durch eine Beraterin gestaltet und moderiert, die von der TüTo häufig und für unterschiedliche Zwecke eingesetzt wird. So für das gelegentliche Führungskräfte-Coaching, für Vertriebsschulungen oder um beim Projektmanagement zu unterstützen, eine Generalistin eben.

Für die Ideenfindung setzte sie abwechselnd auf die traditionellen Kreativitätstechniken Brainwriting und die 6-3-5-Methode. Wie schon erwähnt, war die Ideen-Ernte in diesen Veranstaltungen ziemlich mager. Deshalb waren Moderation und Methoden ein Thema, auf dass die beiden Verantwortlichen ein besonderes Auge hatten.

Sie fanden heraus, dass erfolgreiche Inno-Workshops entweder

  • auf einen auf Ideenfindung und kreative Problemlösung spezialisierten Moderator setzten oder
  • gänzlich ohne externe Moderation auskamen.

Im zweiten Fall entwickelten kleine, sich selbst organisierende Teams ihre Lösungen in einem Ideen- und Innovationsworkshop mit der ASIT-Methode.

Mit einem begrenzten Budget und großem Erfolgsdruck entschieden sich Entwicklungsleiterin und Geschäftsführer für eine hybride Lösung. Sie ließen sich von einer spezialisierten ASIT-Beratung bei der Gestaltung und Vorbereitung des Innovationsworkshops unterstützen.

Im diesjährigen Workshop können so drei selbstorganisierte Kleingruppen jeweils eine der erwähnten Challenges sehr effektiv bearbeiten; ohne dass sie durch einen Moderator motiviert oder geführt werden müssen.

Tipp 3: Nutze für Workshop-Gestaltung und Moderation der Ideenfindung Spezialisten und/oder strukturierte Innovationsmethoden wie ASIT.

4. Das beste Umfeld für einen Innovationsworkshop

In der Frage nach der besten Location, dem besten Umfeld für einen Innovationsworkshop hatten die Organisatoren schon einiges versucht. Sie waren dabei einigen Innovationsmythen nach Dr. Google gefolgt.

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Zum Beispiel behaupten „Kreativitätsexperten“, dass sich Kreativität in den eigenen Besprechungsräumen schlecht entfalten kann. Dass es wichtig ist, für Ideenworkshops und kreative Arbeit in ein Hotel oder Tagungszentrum zu gehen; am besten gleich in einer anderen Region, um Abstand zu bekommen. Andere meinen, dass man besondere Settings benötigt: bunte Möbel, Sofas, Kisten mit bunten Spielsteinen und Knete. Am besten noch einen Tischkicker zur Entspannung für zwischendurch. So wie Google es auch macht.

Die Recherche zeigt ein anderes Bild. Erfolgreiche Innovationsworkshops finden unter ganz unterschiedlichen Bedingungen statt. Darunter sehr häufig in normalen Konferenzräumen im eigenen Gebäude. Ihre Feldrecherche ergab, dass drei Umfeldfaktoren viel wichtiger sind als bunt und weit weg. Nicht nur für Innovationsworkshops, sondern allgemein für die mentale Leistungsfähigkeit.

Die drei Faktoren sind …

  • Temperatur: Die Raumtemperatur soll nicht zu hoch sein. Besonders im süddeutschen Sommer sind schattige Räume oder Klimatisierung ein Muss. Im Winter soll der Raum nicht kalt sein – aber auch nicht überheizt.
  • Akustik: In Innovationsworkshops wird viel kommuniziert. Harte Wände, Böden und Decken reflektieren den Schall der Gespräche gnadenlos. Wird der Schall nicht durch viel Mobiliar zerstreut und durch Polster, Teppiche oder Vorhänge absorbiert, wird es sehr anstrengend für die Teilnehmerinnen.
  • Umfeld und Räume: Man braucht kein Silicon-Valley-Ambiente. Aber kleine, visuelle Hinweise auf Kreativität, zum Beispiel Poster mit Tesla- oder Apple-Logo, geben der Kreativität einen Booster („Priming“ nennen das Psychologen). Und eine moderne Raumgestaltung ist besser als Räume in altdeutscher Eiche.

Der TüTo GmbH kam der Zufall zu Hilfe. Unter den wegen der externen Teilnehmerinnen angesprochenen Unternehmen war ein Spezialist für Raumakustik. Diese Firma hatte ihren Konferenzraum natürlich mit den neuesten Akustik-Modulen ausgestattet, dazu in modernen Farben und mit modernen Materialien.

Die Inhaberin des Unternehmens hatte sich selbst als Teilnehmerin für den Workshop angeboten. Und ihren TüTo-Kontakten angeboten, den Workshop in ihrem Konferenzraum durchzuführen. Was wieder zeigt, dass Kontakte und Gespräche immer wieder neue Chancen eröffnen.

Tipp 4: Führe den Workshop, soweit möglich, bei leicht kühler Temperatur, in modernen und wenig schall-reflektierenden Räumen durch.

5. Ideen zum Projektvorschlag weiterentwickeln

Was ist eigentlich das Ziel von einem erfolgreichen Innovationsworkshop. Wie viele Organisationen haben auch die Verantwortlichen der TüTo sich als Ziel gesteckt, möglichst viele innovative Ideen zu finden. Das Ergebnis wäre also eine Liste mit Ideen.

Die zwei Hauptpersonen unserer Geschichte erkannten in ihren Gesprächen, dass erfolgreiche Innovationsworkshops einen Schritt weiter gehen. Sie haben das erklärte Ziel, eine festgelegte Anzahl an Projektvorschlägen zu liefern. Vorschläge für Entwicklungs- und Innovationsprojekte, die eine vorbereitete Liste von Fragen beantworten. Das sind Fragen wie:

  • Wie beschreiben wir die Idee? Und zwar einfach und hinreichend vollständig?
  • Welche qualitativen Vorteile hat das Unternehmen, die Organisation durch diese Innovation?
  • Wer sind die Nutzer oder Kunden, die von dieser Innovation profitieren werden?
  • Welchen Nutzen bringt ihnen die Idee? Im Vergleich zu ihren wichtigsten Alternativen?
  • Welches sind die größten Hürden und Unsicherheiten für das Projekt und für den Markterfolg der Idee?
  • Wie können wir wichtige Stakeholder und Entscheider/innen für diese Idee begeistern?
  • Was sind die nächsten Schritte, die schon in den folgenden Tagen gemacht werden sollen, damit das Interesse nicht abkühlt?

Damit hätten wir auch unseren fünften Tipp für erfolgreiche Innovationsworkshops:

Tipp 5: Schließe den Innovationsworkshop ab mit der Bewertung und Priorisierung der gefundenen Ideen und der Entwicklung der Top-Ideen zu strukturierten Vorschlägen für Innovationsprojekte.