5 Tipps für den erfolgreichen Innovationsworkshop

Am Ende des Tages soll eine Liste neuer, genia­ler Ideen stehen. Und ein Projekt­vor­schlag. 5 Tipps helfen Ihnen, Ihr Ziel zu erreichen.

Ein klares Ziel, eine Challenge formulieren

Was ist das Ziel Ihres Ideen- oder Innovations­workshops? Viel­leicht: „Neue Ideen entwi­ckeln“? Das ist zu unbe­stimmt. Die folgende Ziel­for­mel geht einen Schritt weiter: „Das inhalt­li­che Funda­ment für ein erfolg­rei­ches Entwick­lungs­pro­jekt schaffen.“

Kein Innovationsworkshop ohne abgesichertes Folgeprojekt

Stellen Sie das übliche Para­digma auf den Kopf. Es lautet: „Wenn wir eine gute Idee haben, machen wir ein Projekt.“ Beschlie­ßen Sie: „Wir werden eine gute Idee und ein über­zeu­gen­des Konzept haben, weil wir ein Projekt starten.“

Sorgen Sie vor dem Work­shop dafür, dass ein Projekt­team bereit ist. Mit der Zeit und den Frei­hei­ten, die ein Inno­va­ti­ons­team braucht, um zügig und erfolg­reich zu liefern.

Wenn nötig, stoppen Sie schwa­che, laufende Projekte. Setzen Sie neue Prio­ri­tä­ten. Im Zwei­fels­fall verschie­ben Sie den geplan­ten Inno­va­ti­ons­work­shop. Solange, bis Sie die rich­ti­gen Voraus­set­zun­gen geschaf­fen haben

Sie sind sicher, dass die Orga­ni­sa­tion die Ergeb­nisse der Ideen­su­che nutzen kann und will.

Jetzt führen Sie eine Vorent­schei­dung herbei.

Der oder die Entschei­der sollen sich klar, deut­lich und öffent­lich verpflich­ten. In etwa so:

  1. Wir werden den besten Projekt­vor­schlag aus dem Inno­va­ti­ons­work­shop umsetzen.
  2. Das Projekt wird spätes­tens 6 Wochen nach dem Work­shop gestartet.
  3. Wir inves­tie­ren bis zu 80.000 € und 2 Perso­nen­jahre in das Innovationsprojekt.
  4. Wir treffen uns jeden Monat für 2 Stunden mit den Entwick­lern, um den Fort­schritt und offene Fragen zu besprechen.
  5. Wir haben Vertrauen in die Work­shop-Teil­neh­mer und die Entwick­ler. Wir werden als Ergeb­nis in 14 Monaten eine erfolg­rei­che neue Genera­tion von Produkt xxx einführen.“

Stellen Sie sich vor, wieviel Moti­va­tion und Selbst­ver­pflich­tung dieser Ausdruck von Vertrauen und Mut erzeugt. Ihr Work­shop wird knistern.

Keine Innovationsideen? Dann suchen Sie originelle Probleme.

Orga­ni­sa­tio­nen betrei­ben viel Aufwand für ihr Ideen­ma­nage­ment. Sie nutzen Ideen­ma­nage­ment-Soft­ware, haben einen Inno­va­tions- oder Ideen-Manager, Idea­tion-Work­shops, Ideen-Wett­be­werbe. Und trotz­dem sind die Ergeb­nisse des ganzen Ideen­su­chens manch­mal enttäu­schend. Nicht immer – aber oft genug.

Es ist Zeit für einen Stra­te­gie­wech­sel. Richten Sie Ihren Fokus auf Probleme statt auf Ideen. Die Ideen­ma­nage­ment-Soft­ware wird zur Problem­ma­nage­ment-Soft­ware, der Ideen-Manager zum Problem-Manager und der Inno­va­tions-Work­shop zum „Proble­ma­ti­ons-Work­shop“. Wenn Probleme für Sie negativ sind, erset­zen Sie das Wort durch Herausforderungen.

Ziel eines struk­tu­rier­ten Proble­ma­tion-Work­shops ist nicht, direkt neue Inno­va­ti­ons­ideen zu finden, sondern „neue“ Probleme, neue Chancen.  Solche, die das Bewußt­sein der Anwen­der noch gar nicht erreicht haben. Die auch die Konkur­renz noch nicht erkannt hat; trotz aller Befra­gun­gen, custo­mer insights, custo­mer jour­neys und Fokus­grup­pen. Und deren Lösung disrup­tive Inno­va­tion ist.

Was passiert, nachdem Sie span­nende Problem-Chancen iden­ti­fi­ziert haben? Bei einigen liegt die Lösung schon gleich auf der Hand. Andere sind perfekte Start­punkte für ASIT-Problem­lö­sungs­work­shops. In jedem Fall gilt es, die Problem­chan­cen mit Methode zu bewer­ten und nach Prio­ri­tät zu ordnen.

Sind Sie neugie­rig, welche über­ra­schen­den Inno­va­ti­ons­chan­cen ein Proble­ma­tion-Work­shop für Sie enthält? Finden wir es doch heraus.

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Profis nutzen

Ich weiß, wovon ich schreibe. Ich habe im ange­stell­ten Teil meiner Lauf­bahn an genü­gend Ideen­fin­dungs- und Problem­lö­sungs­work­shops teil­ge­nom­men, die uner­fah­rene, nicht dafür ausge­bil­dete Perso­nen durch­führ­ten. Und ich war irgend­wann eine davon.

Heute kann ich verglei­chen. Meine Wirk­sam­keit vor und nach den Ausbil­dun­gen zum Mode­ra­tor. Ohne und mit der Erfah­rung vieler, vieler Workshops.

Es muss sicher nicht immer ein exter­ner Mode­ra­to­ren-Profi sein. Aber, falls Sie es nicht selbst sind, holen Sie sich für den Job jeman­den, der gezeigt hat, dass er Ergeb­nisse erzielt: dass er (oder sie) Metho­den meis­tert, moti­vie­ren, steuern und impro­vi­sie­ren kann.

Das Umfeld

Syste­ma­ti­sche Ideen­su­che ist anstren­gende Arbeit. Man braucht ziem­lich viel kogni­tive Energie, um einen halben oder ganzen Tag kreativ zu sein. Das passende Umfeld ist dabei wichtig.

Gern unter­schätzt wird der Einfluss des Work­shop-Raums. Worauf Sie achten sollten, sind Klima, Akustik und Ambi­ente. In genau der Reihenfolge.

  • Klima: Wenn der Work­shop, zum Beispiel, im Hoch­som­mer in Süddeutsch­land statt­fin­det, versu­chen Sie einen klima­ti­sier­ten Raum zu buchen. Zumin­dest einen, der im Schat­ten liegt.
  • Akustik: Im Inno­va­ti­ons­work­shop wird gespro­chen. Das ist gut und gewünscht. In Räumen mit harten Wänden, Böden und Decken entste­hen Hall und Echo. Werden die nicht durch dicke Vorhänge und Polster absor­biert, wird es mental anstren­gend für die Teil­neh­mer. Perfekt sind Räume mit Akustikdecken.
  • Ambi­ente: Wussten Sie, dass schon ein Poster mit dem Apple-Logo an der Wand die Teil­neh­mer krea­ti­ver macht? Ein helles, moder­nes, „krea­ti­ves“ Ambi­ente wird das Spru­deln der Einfälle fördern.

Natür­lich bestehen auch Ideen­work­shops aus Kompro­mis­sen. Hier sind zwei „Work­shop-Aspririns“:

  • Mehr Erho­lungs­pau­sen und
  • kürzere Work­shops.

Unter ungüns­ti­gen Bedin­gun­gen versu­che ich (meist erfolg­reich) mit den Auftrag­ge­bern krea­tive Lösun­gen zu finden. Zum Beispiel, eintä­gige Inno­va­ti­ons­work­shops auf zwei Vormit­tage zu vertei­len, sehr früh anzu­fan­gen und nach jeweils 60 Minuten eine Vier­tel­stunde an die frische Luft zu gehen.

Methode und Moderator/​in

Natür­lich gehört es zum krea­ti­ven Arbei­ten, dass die Teil­neh­mer gewohnte Para­dig­men (Einstel­lun­gen, Glau­bens­sätze) in Frage stellen. Die Frage ist nur, ob das bei der Ideen­fin­dungs-Methode, oder nicht doch besser bei den Work­shop-Inhal­ten gesche­hen sollte.

Eine Gruppe gestan­de­ner Maschi­nen­bau-Tech­ni­ker und ‑Inge­nieure im Work­shop mit Knet­masse und Bunt­pa­pier inno­vie­ren zu lassen ist inter­es­sant – kann aber Kampf‑, Flucht oder Erstar­rungs­in­stinkte hervorrufen.

Werden diesel­ben einge­la­den, ein Aggre­gat (mental) so zu verän­dern, dass eine rotie­rende Kompo­nente eine weitere Dreh­achse bekommt, machen sich die Damen und Herren direkt an die Arbeit.

Wenn die nächste Frage lautet, wozu das verän­derte Design gut sein kann, spru­deln schon die krea­ti­ven Ideen. Und jetzt ist auch ein guter Zeit­punkt gekom­men, um Flip­charts, Haft­no­ti­zen und Filz­stifte zu verteilen.

Ich unter­teile die Krea­ti­vi­täts­me­tho­den in schwa­che, bunte und erfin­de­ri­sche. Die schwa­chen sind Brain­stor­ming und seine Abkömm­linge. Wenn damit erfolg­reich inno­viert wird, liegt es eher am Mode­ra­tor als an den Methoden.

Die bunten sind perfekt, wenn es um Ästhe­tik, Design und ähnli­che Heraus­for­de­run­gen geht.

Liegt der Fokus auf Funk­tio­nen, sind die Metho­den erfin­de­ri­schen Denkens, TRIZ und die ASIT®-Methode, die Tools der Wahl. Dabei können die Funk­tio­nen, neben tech­ni­schen Syste­men, auch Geschäfts­pro­zesse und Orga­ni­sa­tio­nen betreffen.