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Design Thinking mit der ASIT®-Methode

Dietmar Gamm

Designer-Denken plus Erfinder-Denken

Für die Entwicklung von Produkt- und Lösungsinnovationen ist der Design Thinking Prozess ein bewährtes Modell – allerdings nicht ganz ohne Schwächen. Häufig berichten Teilnehmer uns, dass in traditionellen Design Thinking-Workshops  entwickelte Konzepte zwar interessant – aber für ihre Zwecke nicht relevant genug waren. Die industrielle Umsetz- und Nutzbarkeit überzeugten nicht.

Hier kommen Vorgehen und Denkwerkzeuge der ASIT®-Methode (Advanced Systematic Inventive Thinking) ins Spiel.

Im Vergleich zu schwach strukturierten Kreativitätsmethoden hat das erfinderische Denken mit ASIT zwei ganz wesentliche Vorteile:

  • Bei der Ideen- und Lösungssuche wird weniger das Gesamtsystem betrachtet, sondern seine einzelnen Elemente und ihre Beziehungen. Weil: nicht nur der Teufel steckt im Detail, sondern auch die genialen Lösungen.
  • Beim erfinderischen Denken erzeugt die ASIT-Methode Ideen-Vorstufen – als erste Iteration einer Innovation. Aber nicht zufällig, sondern indem sie besondere Muster verwendet. Muster, die typisch sind für Lösungen, die sich durchsetzen. Diese Ideen-Vorstufen sind der Startpunkt für eine erfolgreiche Ideenfindung. Innovative Ideen, mit statistisch hoher Erfolgswahrscheinlichkeit.

Schneller ans Ziel

Inhalt und Ablauf eines Trainings oder Workshops stimmen wir auf Vorkenntnisse und Erfahrungen der Teilnehmer ab – und natürlich auf Ihre Ziele. Wenn sie bereits traditionelles Design Thinking trainiert und angewandt haben, können wir uns auf den zusätzlichen Inhalt, die erfinderische Ideenfindung, beschränken.

Beim Inventive Thinking, dem erfinderischen Denken gibt es zwei Ansätze.

  1. Wir haben eine Ausgangslösung, einen Status Quo. Von hier aus suchen wir offen nach Möglichkeiten der Wertsteigerung, besserer Funktions- oder Anforderungserfüllung. Wie diese Wertsteigerung erfolgt, ist hierbei nicht festgelegt. Die Ausgangslösung kann beispielsweise sparsamer, leiser, langlebiger, ergonomischer werden. 
  2. Wir haben ein Problem, einen unerwünschten Effekt, ein definiertes Ziel. Anders gesagt, einen Parameter, der verbessert werden soll, möglichst ohne dass andere Parameter sich dadurch verschlechtern. In der Pharmazie würde man sagen: Möglichst wenig unerwünschte Neben- oder Folgewirkungen.

Erwarten Sie vom Inventive Design Thinking eine effektivere Ideenfindungs-Phase, mit überzeugenden, industrialisierbaren Ideen. Und erwarten Sie im Verlauf von Prototyping und Entwicklungsiterationen elegante Lösungen für auftretende technische Herausforderungen. Also Ergebnisse, die Brainstorming & Co. einfach viel zu selten liefern.

Der Platz von ASIT im Design-Thinking-Ablauf

Der erfinderische Design Thinking Prozess folgt den bekannten Schritten:

  1. Verstehen
  2. Beobachten (Emphasize)
  3. Sichtweise definieren (Define)
  4. Ideen finden (Ideate)
  5. Prototypen entwickeln (Prototype)
  6. Testen (Test)

Der Schwerpunkt für das erfinderische Denken liegt im vierten Punkt, der Ideenfindung.

Aber auch, wenn es darum geht, elegante Ansätze für Beobachten oder Prototyping zu finden, können ASIT-Ideen wertvoll sein.