Ein genialer Innovationsworkshop. So geht’s.

Innovationsworkshops sind besonders beliebt für die Neuproduktentwicklung. Allerdings ist das Format auch sehr geeignet für viele andere Aufgaben. Beispielsweise für kreative Vertriebs- und Marketingaktionen, sogar in Politik und Verwaltung.

Was ist ein Innovationsworkshop?

Workshops sind keine Meetings oder Bespre­chungen. Sie werden profes­sio­nell moderiert. 

Ein Moderator …

  • stellt Methoden (z. B. Krea­ti­vi­täts­tech­niken, Entschei­dungs­tech­niken) und einen Ablauf bereit.
  • beein­flusst die Teil­nehmer so, dass sie produktiv arbeiten und mitein­ander kommunizieren.
  • weiß Störungen in Ablauf und Zusam­men­ar­beit zu beheben.

Bei einem Inno­va­ti­ons­work­shop geht es gezielt um neuartige, inno­va­tive Ideen und Lösungen. Konkret das Finden, Konkre­ti­sieren, Bewerten und Auswählen derselben.

Er beinhaltet immer eine Phase der Ideen­fin­dung. In dieser Phase werden Krea­ti­vi­täts­me­thoden, wie Brain­stor­ming oder Erfin­de­ri­sches Denken, z. B. die ASIT®️-Methode einge­setzt. Ideen­fin­dung kann auch in anderen Workshops eine Rolle spielen, z. B. in Strategie- oder Problem­lö­sungs­work­shops

Anlässe für eine moderierte Ideenfindung

Die Ideen­suche kann reaktiv oder voraus­schauend stattfinden.

Sie ist reaktiv, wenn damit auf Heraus­for­de­rungen reagiert wird, wie …

  • eine Wett­be­werbs­in­no­va­tion, die das eigene Geschäft bedroht,
  • fallende Umsätze, 
  • drohendes Verfehlen von KPIs, Orga­ni­sa­ti­ons­zielen oder 
  • Erwar­tungen höherer Ebenen der Orga­ni­sa­tion an die Innovationsleistung. 

Voraus­schauend werden Inno­va­ti­ons­work­shops durch­ge­führt, wenn …

  • Orga­ni­sa­tionen die Pipeline an Inno­va­ti­ons­pro­jekten immer gut gefüllt halten oder
  • nicht erst in eine defensive Situation, wie in der Liste oben, geraten wollen.

Voraus­schau­ende Veran­stalter von Inno­va­ti­ons­work­shops haben meist einen Mindset, eine Grund­hal­tung von: „Da geht etwas. Da gibt es Chancen. Lasst sie uns finden und nutzen.”

Themenbeispiele

Ideen für physisch-tech­ni­sche Produkte

  • Wett­be­werbs­dif­fe­ren­zie­rung von Balkon- und Terassentüren
  • Koch­felder mit Zusatz­funk­tionen, Zusatznutzen
  • Inno­va­tiver Mund-Nasen­schutz für Pandemie-Situationen
  • Inno­va­tive Kraft­über­tra­gung von Pedal auf Bremse in Kraftfahrzeugen

Ideen für inno­va­tive Dienstleistungen

  • Dienst­leis­tungen für die häusliche Pflege
  • Neue Ideen für Dienst­leis­tungen für Home Office Arbeitende
  • Inno­va­tive Dienst­leis­tungen rund um das Thema Brandschutz

Prozes­s­in­no­va­tionen

  • Verein­fa­chung von Verwal­tungs­ab­läufen vor einer Inves­ti­tion in Digitalisierung
  • Einfa­cherer Entschei­dungs­pro­zess fürs Innovationsmanagement
  • Nach­hal­tiger Prozess zur Kommu­ni­ka­tion mit Mitarbeiter/​innen

Sonstige

  • Bessere Verzah­nung mit einer indi­rekten Vertriebsorganisation
  • Stei­ge­rung der Attrak­ti­vität eines Produkt­seg­ments in einer Kaufhauskette

Wichtige Rollen bei Vorbereitung und Durchführung

Für den Erfolg der Veran­stal­tung spielen die Orga­ni­sa­toren die wich­tigste Rolle. Sie sorgen dafür, dass 

  • Thema und Ziele klar sind, 
  • die richtigen Teil­nehmer ausge­wählt, infor­miert und einge­laden sind, 
  • ein kompe­tenter Moderator gebucht ist – und dass
  • Räum­lich­keiten, Verpfle­gung und Veranstaltungs­technik für den Workshop-Tag reser­viert und vorbe­reitet sind.

Früh in der Vorbe­rei­tungs­phase sind Auftrag­geber und andere Inter­es­senten von den Orga­ni­sa­toren mit ins Boot zu holen. Gerne formu­lieren Auftrag­geber ihre Erwar­tungen an die Veran­stal­tung sehr vage. Für einen erfolg­rei­chen Workshop sollten Orga­ni­sa­toren und Moderator/​in auf mehr Klarheit drängen. Innovations­workshops mit vagen Zielen enden oft mit vielen Ideen von geringer Qualität.

Es kann sinnvoll sein, vor der eigent­li­chen Ideen­suche einen vorge­la­gerten Workshop durch­zu­führen, um die Erwar­tungen zu konkre­ti­sieren und mit der Organisations­strategie abzustimmen.

Ganz wichtig: Auftrag­geber und Orga­ni­sa­tion müssen sich gegenüber den Workshop-Teil­neh­mern verpflichten, mindes­tens einen attrak­tiven Projekt­vor­schlag als Entwick­lungs­pro­jekt umzu­setzen; die dafür erfor­der­li­chen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Das motiviert und verpflichtet die Teil­nehmer, ihr Bestes zu geben.

Neben den Auftrag­ge­bern gibt es noch andere Inter­es­sierte, die „Stake­holder”. Wichtige Workshop-Stake­holder sind Kunden und Anwender der zu entwi­ckelnden Lösung. Interne Stake­holder, wie der Produktions­bereich, die Patent­anwälte oder der After-Sales-Service werden gerne über­gangen, was später teuer wird.

Eine gute Workshop-Praxis ist, alle Stake­holder aufzu­listen und mit ihnen Gespräche oder „Fokus­gruppen” zu veran­stalten. In diesen erfahren sie die Hinter­gründe, Ziele und Inhalte des Inno­va­ti­ons­work­shops. Anschlie­ßend werden ihre Erwar­tungen und Anfor­de­rungen erfragt und diskutiert.

Reden wir über die Teilnehmer/​innen. Eine Frage ist, wie viele Personen am Innovations­workshop teil­nehmen sollen. Beim häufigsten Format, der Kleingruppen­arbeit mit einem Moderator, lautet die Daumenregel:

Gear­beitet wird in Klein­gruppen zu 3 bis 6 Teil­neh­mern. Ein Moderator, eine Mode­ra­torin kann 2, maximal 3 solcher Klein­gruppen betreuen.

Eine andere Frage ist, welche Profile, welche Quali­fi­ka­tionen werden benötigt. Auch hierzu eine Daumenregel:

Alle Teil­nehmer müssen das Thema (zum Beispiel die bestehende Lösung und ihre Anwendung) verstehen, aus Experten- oder Anwen­der­per­spek­tive. Sie müssen mitreden können.

Und eine zweite:

Je prak­ti­scher, lebens­näher das Thema ist, umso höher soll der Anteil an Nicht-Experten sein.

Je prak­ti­scher, lebens­näher das Thema ist, umso höher soll der Anteil an Nicht-Experten sein.

Gerade tech­ni­sche Orga­ni­sa­tionen bleiben im Innovations­workshop gerne unter sich. Das bedeutet nicht selten: „11 Herren und eine Dame, alles Inge­nieure und Techniker”. Als Moderator/​innen lassen wir Kunden so etwas nicht durch­gehen. Im Sinne best­mög­li­cher Ergeb­nisse bestehen wir auf mehr Diver­sität, wofür die Orga­ni­sa­toren am Ende immer dankbar sind.

Bleibt der Moderator oder die Mode­ra­torin. In größeren Orga­ni­sa­tionen stehen oft interne, geschulte Mode­ra­toren zur Verfügung, mittlere und kleinere sind für eine profes­sio­nelle Mode­ra­tion auf externe angewiesen.

Die Orga­ni­sa­tionen mit eigenen Mode­ra­toren stellen sich auch manchmal die Frage, ob für einen Workshop nicht doch der externe Moderator die bessere Wahl ist. Das ist oft gegeben, wenn Erfahrung in vielen Feldern und Branchen für kreative Impulse wichtiger ist als das Spezial­wissen der eigenen Leute.

Manche Mode­ra­toren behaupten, dass es nicht nötig sei, das Workshop­thema zu verstehen. Das ist Unsinn. Um einen Innovations­workshop effektiv zu mode­rieren, benötigt der Moderator wenigs­tens ein Verständnis der Inhalte auf Wikipedia-/Youtube-Niveau.

Wie lange dauert ein Innovationsworkshop?

Neunzig Prozent unserer Veran­stal­tungen dauern zwischen einem halben und zwei Tagen, der größte Teil einen Tag.

Bei den derzeit üblichen Online-Workshops wird der Zeitraum gerne auf 2‑Stunden-Blöcke und mehrere Tage aufge­teilt. Im Vergleich zu vielen Webmee­tings ist ein seriöser Online-Ideen­work­shop harte kognitive Arbeit für alle Betei­ligten, die länger als zwei Stunden kaum durch­zu­halten ist.

Die Dauer im Einzel­fall hängt von folgenden Umständen ab:

  • Die Such-Strategie: Suchen wir nach der best­mög­li­chen Idee oder Lösung für die Aufgabe (Maxi­mi­zing-Strategie) – oder beenden wir die Suche, wenn wir eine Idee haben, die vorher defi­nierte Anfor­de­rungen erfüllt (Satis­fi­cing-Strategie).
  • Wie komplex ist das Thema? Wie komplex die Umwelt, in der die Lösung funk­tio­nieren soll?
  • Wie hoch ist das Zeit­budget? Wieviel Zeit und Ressourcen will der Veran­stalter in das Thema inves­tieren? Hier ein Tip: Sie werden oft nach einem halben oder ganzen Tag erst einschätzen können, ob es notwendig und sinnvoll ist, mehr Zeit zu inves­tieren. Verein­baren Sie mit dem Moderator eine flexible Lösung dazu.

Werkzeuge und Methoden

Wenn Sie diesen Artikel bis hierher gelesen haben, wissen Sie bereits, dass wir keine Fans von tradi­tio­nellen Kreativitäts­techniken, wie dem Brain­stor­ming, dem Brain­writing und anderen sind.

Die Forschung, die es dazu gibt, zeigt, dass diese schwach struk­tu­rierten Kreativitäts­methoden kaum einen Mehrwert haben gegenüber einer ganz einfachen Abfrage, teilweise sogar schlechter funktionieren.

Wenn die Ideen­suche mit tradi­tio­nellen Kreativitäts­methoden doch mitunter funk­tio­niert, so hat das zwei Gründe:

  • Wenn eine Gruppe von Menschen einen Tag mitein­ander verbringt, mit der Bitte sich zu einem gegebenen Thema etwas Neues einfallen zu lassen – und die beste Lösung anschlie­ßend vorzu­stellen, werden Sie immer ein inter­es­santes Ergebnis bekommen, selbst ganz ohne Methode und ohne Moderator/​in.
  • Eine Mode­ra­torin, die Gruppen in eine positive Stimmung versetzen und auf ein Thema fokus­sieren kann, wird über den ersten Punkt hinaus einen Mehrwert erzeugen; im Sinne von mehr und besseren Ideen.

Die von uns bevor­zugte Methode des erfin­de­ri­schen Denkens, die ASIT-Methode hat demge­gen­über große Vorteile. Der wichtigste:

Diverse Unter­su­chungen zeigen, dass Anwender – bei gleichem Aufwand – mit der ASIT-Methode viermal soviele Ideen und Lösungen finden, in die Fachleute inver­stieren wollen als mit Brain­stor­ming und anderen tradi­tio­nellen Kreativitätsmethoden.

Fast ebenso wichtig ist:

Die inter­es­santen Ideen, die im ASIT-Workshop schon sehr früh entstehen, erzeugen bei den Teilnehmer/​innen eine positive Stimmung, Neugierde und Forscher­drang. Was wiederum weitere kreative Ideen und Lösungen begünstigt.

Der Erfolg des ASIT-Inno­va­ti­ons­work­shop hängt nicht davon ab, dass ein Unterhaltungs­künstler den Workshop moderiert. Was eine sehr effektive Klein­gruppen­arbeit ermöglicht.

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Persönliche Auskünfte

"Ideenfindung oder kreative Problemlösung mit der ASIT-Methode selbst testen? Sonstige Fragen zu unseren Leistungen, Methode oder Konditionen? 

Rufen Sie gerne an - oder senden Sie mir eine Email."

Dietmar Gamm, Partner SolidCreativity D/A/CH
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Unsere Kunden sagen ...

"Die ASIT-Methode funktioniert wirklich hervorragend."
Dr. Ulrich Betz
Merck Serono KgaA
"Wir freuen uns schon auf das nächste Problem"
Nicolas Puget
Skis Rossignol SA
"Auch heute, 3 Jahre nach dem Training, nutzen wir begeistert, was wir von SolidCreativity gelernt haben."
Alexander Reichelt
Metsä Tissue Corporation
"Die Ergebnisse haben uns überzeugt."
Daniela Hansen
Pelikan Vertriebs­gesellschaft mbH & Co. KG
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